CO2-Fußabdruck

vom Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung

Leben auf großem Fuß

Jeder kennt eigentlich diesen Ausspruch. Da lebt aber jemand auf ganz großem Fuß! Wer sprichwörtlich auf großem Fuß lebt, dem wird nachgesagt, dass er über seine Verhältnisse lebt, sich mehr gönnt, als er sich leisten kann. Meist wird sowas über andere gesagt, und dann auch noch hinter vorgehaltener Hand.

 

Aber eigentlich muss sich jeder an die eigene Nase fassen, oder besser: an die eigenen Füße. Denn jeder Mensch hinterlässt einen CO2e-Fußabdruck*), mal größer, mal kleiner. So gesehen lebt jeder auf großem Fuß, der mehr CO2e in die Atmosphäre ausstößt, als die Meere und Landmassen wieder herauszufiltern vermögen. Diese Menge liegt bei etwas unter einer Tonne CO2e pro Person pro Jahr. Bei Unterschreiten dieser Grenze spricht man von Klimaneutralität. In Deutschland setzt jeder Einwohner zurzeit durchschnittlich 10,3t CO2e pro Jahr frei. Von Klimaneutralität sind wir also noch weit entfernt. Bis dahin ist noch viel zu tun.

Wie erreichen wir Klimaneutralität? Die Wissenschaft hat den Weg dorthin klar skizziert. Der Weg ist nicht immer einfach, Veränderungen in allen Bereichen sind notwendig und erreichbar, wenn wir uns auf den „Weg“ machen. Eins ist klar: Es kommt auf jeden einzelnen an. Was man im eigenen Umfeld tun kann, um seinen eigenen CO2e-Fußabdruck zu verringern, zeigt jährlich das Klimafasten eines breiten Bündnisses christlicher Akteure, zu denen auch die Ev. Kirche von Westfalen gehört. Vom 5. März bis zum 20. April 2025 kann man sich wieder daran beteiligen und Tipps zur CO2e-Reduktion im Alltag ausprobieren. Anders als in diesem Jahr, werden wir als Kirchengemeinde diesmal das Klimafasten nicht eng begleiten, laden aber jeden herzlich dazu ein, mitzumachen.

Nähere Infos dazu hier: www.klimafasten.de

 

In diesem Jahr wollen wir als Kirchengemeinde den Schwerpunkt auf Mobilität legen. Dieser Sektor macht 21% des durchschnittlichen CO2e-Fußabdrucks in Deutschland aus und ist aus Sicht unseres Ausschusses zur Bewahrung der Schöpfung für die allermeisten am einfachsten umzusetzen. Da sind zuallererst die Autofahrer gefragt: Muss ich immer bis ans erlaubte Geschwindigkeitslimit beschleunigen, auch wenn ich in wenigen hundert Metern wieder langsamer fahren muss? Auch schneller als 130km/h auf der Autobahn zu fahren, bringt einen oft nur dann schneller ans Ziel, wenn die Straße relativ leer ist. Sonst steht man schnell wieder auf der Bremse. Kann ich nicht mit ein wenig Vorausschau mehrere ursprünglich geplante Fahrten zusammenlegen? Und die wichtigsten Fragen: Muss ich jede Fahrt mit Auto erledigen? Habe ich eine Alternative zum Auto?

Die letzte Frage hängt natürlich von jedem ganz persönlich ab. Wohnort, Fitness und Gesundheit spielen eine Rolle. Die meisten Menschen sind jedoch in der Lage, alternative Transportmittel zu nutzen.

Übrigens: Wer seinen eigenen persönlich CO2e-Fußabdruck einmal selbst ausrechnen möchte, kann das hier tun: uba.co2-rechner.de. Sehr interessant.

 

Hier zeigen wir, wie man einige unserer Gemeindeeinrichtungen ohne Auto erreicht. Außerdem laden wir zum Stadtradeln ein:

Stadtradeln mit Lukas

 

 

*) CO2e: CO2-Äquivalent [Engl.: equivalent]